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29 Jun 2026

Studie der GGL offenbart genaue Verteilung der Einsätze im deutschen Online-Glücksspiel

Studie zu Online-Glücksspiel in Deutschland

Die gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat gemeinsam mit dem Blockchain Research Lab eine detaillierte Untersuchung vorgelegt, die zeigt wie sich die Einsätze im Online-Glücksspiel auf lizenzierte und nicht lizenzierte Anbieter verteilen; 77,03 Prozent der gesamten Spielumsätze fließen dabei an regulierte Plattformen während 22,97 Prozent auf unregulierte Angebote entfallen und damit ein Volumen von etwa 547 Millionen Euro im Jahr 2024 ausmachen.

Ergebnisse der Erhebung im Überblick

Forscher haben anhand von Befragungen unter 2000 Nutzern von Online-Casinos, Poker und Sportwetten ermittelt, dass der Anteil der illegalen Anbieter zwar bei 74,6 Prozent aller identifizierten Plattformen liegt, doch ihr tatsächlicher Nutzungsanteil deutlich geringer ausfällt, während die lizenzierten Anbieter den Großteil der realen Spielaktivität binden.

Die Zahlen stammen aus einer repräsentativen Erhebung und werden von der GGL als Hinweis darauf gewertet, dass die bestehende Regulierung bereits Wirkung zeigt, gleichzeitig aber weitere Durchsetzungsmaßnahmen bis zur Evaluation des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2026 erforderlich bleiben.

Methodische Grundlagen der Untersuchung

Experten des Blockchain Research Lab haben die Daten aus der Nutzerbefragung mit technischen Analysen kombiniert, um sowohl die Anzahl der aktiven Anbieter als auch die tatsächlichen Einsatzvolumina zu erfassen; dabei zeigte sich, dass viele unregulierte Plattformen zwar existieren, doch nur ein kleiner Teil der Spieler regelmäßig dorthin wechselt.

Die Studie unterscheidet klar zwischen der bloßen Präsenz illegaler Angebote und ihrer realen Marktdurchdringung, was Behörden ermöglicht, gezieltere Maßnahmen gegen die relevantesten Akteure zu ergreifen.

Auswirkungen auf die laufende Regulierung

Vertreter der GGL betonen, dass die ermittelten 77,03 Prozent bei lizenzierten Anbietern einen positiven Trend belegen, während die verbleibenden 22,97 Prozent und das damit verbundene illegale Volumen von rund 547 Millionen Euro weiterhin Anlass zu verstärkten Kontrollen geben; die Behörde plant daher bis zur Überprüfung des Staatsvertrags im Jahr 2026 zusätzliche Schritte zur Marktüberwachung.

Beobachter verweisen darauf, dass die Studie auch die Wirksamkeit bestehender Instrumente wie der Whitelist und des OASIS-Systems unterstreicht, weil ein Großteil der Spieler bereits auf regulierte Angebote zurückgreift.

Marktdaten und Regulierung im Online-Glücksspiel

Details zu den identifizierten Anbietern

Die Analyse ergab, dass von allen erfassten Online-Angeboten etwa 74,6 Prozent keine deutsche Lizenz besitzen, doch ihr Anteil am tatsächlichen Spielvolumen deutlich unter diesem Prozentsatz liegt; diese Diskrepanz zwischen Anzahl und Nutzung wird von Fachleuten als Indikator dafür gesehen, dass regulatorische Vorgaben die Spieler zunehmend zu lizenzierten Plattformen lenken.

Zugleich zeigt die Studie, dass einzelne unregulierte Anbieter trotz ihrer Menge nur geringe Umsätze erzielen, während wenige große regulierte Plattformen den überwiegenden Teil der Einsätze auf sich vereinen.

Ausblick bis zur Evaluation 2026

Die GGL kündigt an, die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung der Vertragsüberprüfung im Jahr 2026 einfließen zu lassen und weitere Durchsetzungsstrategien zu entwickeln, die sowohl die Präsenz illegaler Angebote als auch deren tatsächliche Nutzung weiter reduzieren sollen.

Forscher des Blockchain Research Lab planen, die Methodik der Studie für zukünftige Erhebungen zu verfeinern, um noch präzisere Daten zu Marktanteilen und Nutzerverhalten liefern zu können.

Zusammenfassung der zentralen Fakten

Die vorliegende Untersuchung liefert mit den Werten von 77,03 Prozent bei lizenzierten und 22,97 Prozent bei unregulierten Anbietern sowie dem illegalen Volumen von rund 547 Millionen Euro eine fundierte Grundlage für die weitere Regulierungspraxis; die GGL sieht darin einen Beleg dafür, dass der aktuelle Rahmen bereits greift, und setzt gleichzeitig auf fortgesetzte Maßnahmen bis 2026.

Die vollständige Studie der GGL und des Blockchain Research Lab steht Interessierten online zur Verfügung und enthält weitere methodische Erläuterungen sowie detaillierte Tabellen zur Verteilung der Einsätze.